6 Tipps für eine gute Selfcare-Praxis

journaling mindfulness selfcare Aug 14, 2021
Blog Post Selfcare is the New Cool

Wir alle wünschen uns ein glückliches und erfolgreiches Leben. Klar. Was genau wir darunter verstehen, das ist aber doch sehr individuell, möchte man meinen. Weißt du was? Ist es nicht. Eine Gruppe von Glücksforschern hat in einer spektakulären Langzeitstudie, die 75 Jahre (!) dauerte, herausgefunden, dass es im Grunde für alle Menschen dasselbe ist, was glücklich oder unglücklich macht. Was glaubst du, was es ist? *trommelwirbel*

Unsere Beziehungen.

Und das meint nicht nur unsere Liebesbeziehungen, sondern wirklich alle. Die Qualität unserer Beziehungen, wie wir uns mit anderen Menschen fühlen, das entscheidet unterm Strich darüber, ob wir unser Leben als glücklich und erfolgreich empfinden.

Beziehungsforscher, die also sowas wie Best Buddies der Glücksforscher sind, haben nun ihrerseits herausgefunden, dass es eine Sache gibt, die darüber entscheidet, ob wir gelingende Beziehungen führen können. Und das ist *wiedertrommelwirbel*

Die Beziehung zu uns selbst.

Wenn du dich selbst nicht gut kennst und dich nicht liebevoll begleiten kannst, wenn du mit dir selbst im Clinche liegst, wenn du keinen achtsamen und wertschätzenden Umgang mit dir selbst pflegst, dann wird das nix mit dem glücklichen und erfolgreichen Leben.

Selfcare wird oft missinterpretiert als ständiger Kuschelmodus mit Kerzen, Sofa, Decke, Wellness. Das ist auch was Schönes und sicher EINE Facette von Selfcare. Um eine gute Beziehung zu dir selbst aufzubauen, braucht es aber mehr. Die vier wichtigsten Facetten von Selfcare und wie du sie in deinem Leben aktivierst, das vermittele ich dir im KINDMIND Selfcare Journal. Hier bekommst du:

6 Tipps für eine gute Selfcare-Praxis

Selfcare is the New Cool. Gottseidank rückt es immer mehr ins Bewusstsein vieler Menschen, dass dieses Höher-Schneller-Weiter-Ding im ständigen Betriebsamkeitsmodus auf Dauer seinen Tribut fordert. Sich gut um sich selbst zu kümmern, gehört nun vielerorts schon zum guten Ton. Und die Frage "Und, wie sieht deine Selfcare-Praxis so aus?" hat das Zeug zur Small-Talk-Party-Frage No. 1 zu avancieren.

Was also kannst du konkret tun, um deinem sicherlich unumstößlich gefassten Vorsatz, dich gut um dich selbst zu kümmern, Sorge zu tragen?

  1. Ersetze deinen inneren Kritiker durch einen inneren Cheerleader.

    Die meisten von uns haben diese kleine nörgelnde Stimme im Inneren, die sich immer genau dann meldet, wenn etwas schief läuft oder auch einfach so mal wenig ermutigende Dinge von sich gibt. Was wäre, wenn du diesem grummeligen Kameraden (der übrigens oft ein Eltern-Introjekt ist, also eine internalisierte Elternstimme und dessen "Aufgabe" es ist, immer wieder das zu bestätigen, was du über dich selbst glaubst), eine fröhliche, gut gelaunte, immer positive Cheerleaderin zur Seite stellst? Stell dir die mal bildlich vor, mit ihren Puscheln, hin- und herspringen und - dotzend wie ein Gummiball, ein Energiebündel, dessen einzige Aufgabe darin besteht, dich zu feiern für alles, was dir gelingt. Und dich anzuspornen, wenn die Luft ausgeht. Du wirst schon sehen, wenn deine innere Cheerleaderin in Fahrt kommt und du ihr mehr und mehr Gehör schenkst, dann wird sich der grummelige innere Kritiker mehr und mehr genervt zurück ziehen.
  2. Sei dir so wichtig wie dein Smartphone.

    Mein Sohn rennt morgens manchmal hektisch die Treppe hinaus, um noch schnell seine Powerbank zu holen. Wäre ja schließlich eine Katastrophe, wenn der Akku des Smartphones plötzlich im roten Bereich wäre und es keine Möglichkeit gäbe, die Akkus wieder aufzuladen. Die Akkus von Smartphones, Tablets, Laptops und Co. halten wir immer schön im grünen Bereich, aber was ist mit unseren eigenen Akkus? Es ist eine wichtige Facette von Selfcare, dass du zunächst mal SPÜREN kannst, wenn dein Akku, also dein Energietank, deine körperliche und mentale Kraft  langsam in den roten Bereich zu gehen droht. Und dann braucht es die Bereitschaft, Verantwortung dafür zu übernehmen, dass der Akku immer wieder aufgetankt, dein Energietank immer wieder aufgefüllt wid.
  3. Wechsele vom Team Hustle zum Team Ease.

    Am Anfang war die Wahl. Etwas zugespitzt könnte man sagen: Was du nicht änderst, das WÄHLST du. Lies das nochmal. Was du nicht änderst, das WÄHLST du. In meinen Beratungen habe ich oft Menschen, die wirklich erst nach und nach ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass sie den Hustle-Modus WÄHLEN, immer wieder aufs Neue. Oft klebt da ein Selbstwert-Thema dran ("Wer bin ich denn, wenn ich mich ausruhe/entspanne/mir Auszeiten nehme?" "Ich bin wertvoll, wenn ich arbeite bis zum Umfallen und alle sehen, wie belastbar ich bin.") Triff eine neue Wahl! Jetzt! Wechsle ins Team Ease. Es darf leicht sein. Selfcare is the new cool. Nur, wenn du tief in dir verankerst, dass das GUT ist und RICHTIG und dass du wertvoll bist, für dich und für andere, wenn du gut für dich sorgst, wirst du aus Hamsterrädern und Gedanken-Karussells aussteigen können.
  4. Mach den Kindern Konkurrenz.

    Kinder leben im Moment. Und Kinder tun etwas, dass wir als Erwachsene zu wenig tun: spielen. Spiel ist Ausdruck von Kreativität. Und dein Kreativitätskanal will genutzt sein, damit er nicht vertrocknet. Ob es das Spiel mit Worten ist, mit Tönen, mit Stoffen, mit Erde und Pflanzen, das Spiel auf dem Sportfeld oder dem Schachbrett, was auch immer es bei dir ist, das die ins Spielen bringt: Tu es! Das ist eine ungemein wichtige Facette von Selfcare. Das Leben, wie es sich derzeit gestaltet, bringt uns sehr viel und sehr oft in eine passive, rezipierende, konsumierende Haltung. Netflix & Co. stehen immer bereit. Bloß nicht kreativ, aktiv, lebendig sein. Der große dänische Therapeut Jesper Juul hat es mit Blick auf digitale Medien so formuliert: Die Art und Weise, wie wir unsere Smartphones benutzen, lässt unsere Herzen verhungern. Lass das nicht zu. Nähre dein Herz, deine Seele, dich selbst. Kreativ zu sein, sich selbst kreativ auszudrücken, das ist uns Menschen ein Bedürfnis. Take care of it!
  5. "Liebe dich selbst" 2.0.

    Selbstliebe ist salonfähig geworden. Liebe dich selbst. Erkenne deine Stärken an. Nimm dich an, so, wie du bist. Das alles tönt von allen Seiten. Es ist aber noch einmal ein ganz anderer Schnack, wenn wir uns darin üben, uns selbst wirklich tief anzunehmen und zu lieben in all unseren Schwächen, Macken und Marotten (wer definiert das eigentlich, was deine Schwächen, Macken und Marotten sind? Denk mal nach...). Sich selbst zu lieben in Momenten des Scheiterns, wenn alles gerade nicht rund läuft oder wenn man seinen eigenen Ansprüchen an sich selbst einfach nicht gerecht wird. Wenn du die Cheerleaderin verinnerlicht hast (s. 1), dann fällt es leichter, mit Liebe und Mitgefühl auf sich selbst zu schauen, wenn es gerade schwierig und turbulent zugeht. Der innere Kritiker ist da wenig hilfreich und versucht mit allen Mitteln, genau das zu verhindern.
  6. Mach Well-Being und Mental Health zur Chef-Sache.

    Wenn du es ernst meinst mit Selfcare, dann ist es ein sehr wichtiger Schritt, glasklar anzuerkennen, dass niemand anders für dein Glück verantwortlich ist als du selbst. Wie heißt es im Volksmund so schön? "Jeder ist seines Glückes Schmied. Das ist einfach so, so wahr. Es ist einfach DEINE Baustelle. Setz den Chef-Hut auf, krempele die Ärmel hoch, und übernimm zu 100% die Verantwortung. Deine Baustelle ist die einzige, auf der du etwas bewegen kannst. Auf den Baustellen anderer Leute hast du nichts verloren und kannst dort auch nichts bewirken. Das anzuerkennen ist manchmal etwas tricky. Also nochmal: Du bist für dein Glück und deine körperliche und mentale Gesundheit verantwortlich. Anderen die "Schuld" zu geben für Dinge, die bei uns nicht rund laufen, heißt, die Verantwortung NICHT zu übernehmen, sondern zu versuchen, sie irgendwo anders hinzuschieben. Ist ja auch viel bequemer.

Schau einfach, ob du aus diesen 6 Tipps die eine oder andere Anregung mitnehmen kannst. Ergänzend kann ich dir wirklich das von mir kreierte Selfcare-Journal ans Herz legen. Journaling, also das regelmäßige reflektierende Schreiben hat einen ungemein großen Einfluss und kann Veränderungsprozesse super unterstützen. Denn sich vorzunehmen, eine innere Cheerleaderin zu etablieren ist eine Sache, das aber auch umzusetzen und reflektierende zu begleiten, eine andere. In dem Selfcare-Journal zeige ich dir, wie du dir für jede Woche eine kleine Sache vornehmen kannst, die du verändern willst, und dich selbst dabei unterstützt, bei der Stange zu bleiben.

Ich wünsche dir viel Freude beim Ausprobieren!

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